Pfarrei Maria Himmelfahrt
Die katholische Gemeinde und Pfarrei Maria Himmelfahrt kann in der Region auf eine besondere Pastoralgeschichte zurückschauen, die eng mit dem Werdegang des alten Bergbaudorfes Bodenmais verflochten ist.
Die ersten christlichen Boten in der Region waren ab dem Jahr 1000 Mönche des Hl. Gunther, die von der Klosterniederlassung Rinchnach her kommend, immer wieder einmal durch die Gegend rund um Bodenmais zogen. Sie kehrten bei den Bauern und Holzhauerfamilien der Umgebung ein, erteilten in der guten Stube „Religionsunterricht“, verheirateten junge Paare und tauften die neugeborenen Kinder. Nach einiger Zeit zogen die Mönche weiter.
Als dann um 1300 der systematische Bergbau in Bodenmais begann, haben sich die Bodenmaiser eine erste kleine Kapelle gebaut. Sie wird zunächst aus Holz gewesen sein. Ihr folgte dann eine gemauerte Kirche, die zum ersten Mal im Jahr 1590 in einer Urkunde erwähnt wurde. Rund um die Kirche war ein kleiner Friedhof angelegt. An diesen Friedhof erinnert heute noch ein Gnadenkreuz in der Kötztinger Straße.
Wegen der geringen Bevölkerungszahl schickte der Bischof von Regensburg zunächst keinen eigenen Seelsorger nach Bodenmais. Er gab damals (ab 1600) den Pfarrern des Nachbarortes Böbrach den Auftrag, an besonderen Festtagen einen Gottesdienst in der Bodenmaiser Kapelle zu feiern.
Ab dem Jahr 1692 hatte der Bayerische Kurfürst das Bergwerk am Ort übernommen. Auf Bitten der neu angesiedelten Arbeitskräfte sorgte er dafür, dass ein ständiger Seelsorger („Bergkaplan“) sich um das Bergbaudorf kümmerte. Der Bergkaplan wurde vom Kurfürsten besoldet.