Innenausstattung
Der Hochaltar ist eine Schöpfung des Frührokoko um 1730. Er stammt aus der 1803 säkularisierten Klosterkirche von Oberalteich, wo er in der Südapsis stand, die im vorigen Jahrhundert abgerissen wurde. Sechs Säulen von verschiedener Länge mit korinthisierenden Kapitällen tragen den Aufbau, zwei von ihnen sind gewunden und kulissenartig vorgestellt. An Stelle des Altarblattes befindet sich in einer mit Stoffdraperien eingefaßten und mit einem Lambrequinsbaldachin überdachten Nische das Gnadenbild. Die Wolkenbank am Fuß der Nische ist spätere Zutat. Im Aufzug erscheint das beliebte Barockmotiv des sich öffnenden Himmels: Wolken mit der Heilig-Geist-Taube und Engelsköpfen. Darüber Gottvater mit Zepter und Weltkugel. Als Altarbekrönung haben lebhaft bewegte und phantastisch geschweifte Voluten Verwendung gefunden, die dem Altar eine einzigartige Lebendigkeit und rhythmischen Schwung verleihen. Auf den seitlichen Durchgängen die Figuren von Joachim und Anna, der Eltern der Mutter Gottes. Der Tabernakelbau stammt aus der Entstehungszeit der Kirche und enthält etwas klassizistisch geformte Akanthusranken.
Die Seitenaltäre sind einfache Barockarbeiten aus dem Jahr 1693. Sie standen früher ebenfalls in der Klosterkirche von Oberalteich und zwar auf der Empore, angelehnt an die Pfeiler. Ursprünglich hatten sie vier Säulen, von denen zwei auf den Voluten-Konsolen aufgestellt waren. Durch den Einbau in die engen Seitenschiffe der früheren Kirchenanlage mußten sie vereinfacht werden. Da sie jetzt aber frei stehen, wurden sie mit seitlichem barockem Rankenwerk und mit Aufzügen ergänzt. Der linke Seitenalter birgt die ausgezeichnete Figur der Immakulata, wohl das einstige Kernstück des Hochaltares. Maria steht auf der Weltkugel, den Mond und die Schlange zu ihren Füßen. Der barocke Reliquienschrein stammt wahrscheinlich aus Oberalteich. Der rechte Seitenaltar enthält eine neue Figur des heiligen Josef.
Die Kanzel wurde 1812 von Schreiner Dachs in Linden angefertigt. Der geschweifte Korpus wird in Feldern von Nachrokoko-Ornamenten belebt. Die Haube trägt klassizistische Ranken. Auf den geschwungenen Bögen steht der heilige Michael als Gerichtsengel, eine Rokokofigur um 1750.
Die Beichtstühle stammen ebenfalls aus Oberalteich. Sie dürften um 1750 entstanden sein und haben geschweifte Grundrisse. Die Türen sind neue Zugabe. Die hübschen Aufsätze enthalten zwischen geschweiftem Muschelwerk Ölbilder, die König David (nördlich) und Salomon (südlich) darstellen.
Der Taufstein ist neu, wird aber von einer kleinen Rokokogruppe, die Taufe Jesu, gekrönt (um 1750).
Die Rokokofiguren, die die Kirche schmücken, sind etwa 1750 entstanden: Der heilige Florian, die heilige Barbara, der heilige Josef und der heilige Sebastian; der Kanzel gegenüber eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes; in den vordersten Bögen, Büsten des heiligen Wolfgang (rechts) und des heiligen Benno (links).
Der Kreuzweg wurde 1924 neu gefaßt. Die Bilder sind in Nazarenerart 1876 gemalt.
Das Deckengemälde im Schiff, gemalt von Kunstmaler Josef Wittmann, München 1924, zeigt die Übertragung des Gnadenbildes am 16. Juni 1705. In der Mitte die Kirche von Maisried, von der das Bild abgeholt wurde. Bergleute, gläubiges Volk in der Tracht des Bayerischen Waldes, Beamte im Festgewand geben dem Bild das Geleit, das von vier geschmückten Mädchen getragen wird.